Die Methode des reziproken Lesens wurde in den 1980er Jahren von den Bildungsforscherinnen AnnemarieSullivan Palincsar und Ann L. Brown entwickelt, um das Textverständnis bei Schüler*innen zu fördern, die Förderbedarf in diesem Bereich aufweisen. Der Ansatz basiert auf Konzepten sozialer Interaktion und kooperativen Lernens und ermöglicht eine schrittweise, gemeinschaftliche Texterarbeitung. Dabei wechseln die Lernenden in der Gruppe ihre Rollen und festigen so Lesestrategien, die auf vier zentralen Strategien basieren: Klären, Fragen, Zusammenfassen und Vorhersagen (Akol Göktaş & Şentürk, 2024).

