Selbstreguliertes Lesen ist eine Methode, die darauf abzielt, die Leseverständnis durch die Förderung von Lesestrategien, Selbstregulation und Lesemotivation zu stärken. Basierend auf Zimmermans «Prozessmodell der Selbstregulation» (2002) wird der Leseprozess in drei Phasen unterteilt:
- Vorbereitungsphase (Forethought): Lernende analysieren die Aufgabenstellung, aktivieren ihr Vorwissen und setzen sich realistische Ziele.
- Handlungsphase (Performance): Während des Lesens kontrollieren und überwachen sie ihren Fortschritt und regulieren ihren Textverständnisprozess.
- Reflexionsphase (Self-Reflection): Nach dem Lesen bewerten die Lernenden ihre Leistung, ziehen Schlüsse aus Erfolgen oder Schwierigkeiten und planen Anpassungen für zukünftige Aufgaben.
Der Prozess ist zyklisch, da die Erkenntnisse aus der Reflexion in die nächste Aufgabenanalyse einfliessen. Diese Methode unterstützt den Aufbau von Metakognition und Selbstverantwortung, indem die Lehrperson ihre Rolle schrittweise von einer instruktiven zu einer begleitenden Funktion verändert (Zimmerman, 2002; Philipp & Schilcher, 2012).

